100 Jahre Adlerschützen – das Jubiläumsfest

100 Jahre Adlerschützen – das Jubiläumsfest

Patenvereine

Fröhliche Bergschützen Kolmberg

Am Samstag, den 19.11.2011, fand im Gasthaus Rauscher in Kolmberg das traditionelle Freundschaftsschießens mit den Fröhlichen Bergschützen Kolmberg statt.

Unser Festleiter Stefan Preischl ergriff diese Gelegenheit, wo insgesamt fast 60 Schützen beider Vereine anwesend waren, um bei den Kolmberger Freunden offiziell anzufragen, ob sie bereit wären, für unser 100jähriges Jubiläum die Patenschaft zu übernehmen.

1. Schützenmeister Manfred Seidl erklärte daraufhin, es sei selbstverständlich eine Ehre, 2013 den „Adler“-Schützen als Patenverein zur Seite zu stehen. Er erwähnte, dass dies bei der letzten Ausschusssitzung der Bergschützen, die einen Tag vorher stattfand, einstimmig beschlossen worden ist. Zusammen mit beiden Kolmberger Schützenmeistern Manfred Seidl und Josef Bauer sowie unserer 1. Schützenmeisterin Erna Leirich stieß Festleiter Stefan Preischl darauf hin auf ein gutes Gelingen des Willmeringer Schützenfestes an.

Der Festleiter und der 1. Schützenmeister aus Kolmberg besiegelten die Patenschaft mit einem kräftigen Händedruck. Natürlich findet zu gegebener Zeit, so Festleiter Stefan Preischl, auch ein offizielles Patenbitten statt. Manfred Seidl lies dann zum Schluss auch gleich etwas in die Zukunft blicken und erklärte, dass auch die Fröhlichen Bergschützen 2014 anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens ein Fest durchführen wollen.

Patenbitten in Kolmberg
Die Fröhlichen Bergschützen Kolmberg haben JA gesagt


Entsprechend der Wichtigkeit des Anlasses fand am Samstag, 4. Mai 2013 eine große Anzahl von „Adler“-Schützen aus Willmering den Weg nach Kolmberg, um die dortigen Bergschützen als Patenverein für unser 100-jähriges Gründungsfest zu bitten. Am Beginn der Kirchstraße erwarteten die Kolmberger in ebenso stattlicher Anzahl ihre Gäste, die auch sogleich ihre Bitte vortrugen. In Gedichtform versuchten Festleiter Stefan Preischl, Schützenmeisterin Erna Leirich und stellvertretende Festleiterin Franziska Preischl ihre Schützenfreunde zu einer raschen Zusage zu bewegen. Doch nicht einmal das mitgebrachte Fassl Bier half – wir Willmeringer mussten einige Hürden bis zum Gasthaus Rauscher überwinden, um das begehrte „Ja“ zu erhalten.

Großzügig bewertet wurde gleich die erste Aufgabe, den Eisstock die Kirchstraße entlang zu schleudern und dabei unter Beteiligung von fünf Eisstöcklern insgesamt 100 m zu erreichen. Als Profis am Sportgerät erwiesen sich dabei Schirmherr Michael Dankerl, Hans Eichstetter und Ehrenschützenmeister Anton Braun, während sich Festleiter Stefan Preischl als Nichtstöckler die Sache offensichtlich einfacher vorgestellt hatte. Festbraut Veronika Preischl gelang trotz des Handicaps, dass die Kolmberger keinen Eisstock für Linksschützen bereitgestellt hatten, ein achtbares Ergebnis.

Gutgelaunt zog die fröhliche Gesellschaft weiter zur nächsten Aufgabe, die aus der Bearbeitung von diversen Holzstämmen bestand. Stefan Preischl und Andreas Lang gelang es mit Augenmaß den geforderten Meter – genau waren es 99,4 cm – vom kleineren Stamm abzusägen. Der größere Holzklotz, der an der schmalsten Stelle immerhin einen Durchmesser von gut einem halben Meter hatte, sollte von einer 100 Pfund großen Scheibe befreit werden. Mit der großen Säge schlugen sich Manfred Klier und Arnold Leirich achtbar. Arnold Leirich, der als Feuerwehrmann an der Motorsäge erprobt ist, schnitt die Scheibe schließlich mit maschineller Hilfe und sachgemäßer Ausrüstung herunter. Die jedoch wog letztendlich zwei Zentner, was die Aufgabe praktisch übererfüllte. Simone Leirich musste nebenbei noch eine ganze Schüssel gekochter Kartoffel schälen – eine „Kartoffel“-Aktion wurde von den Kolmbergern ja schon lange angekündigt.

Nun wurden bereits die Weichen für die letzte Station gestellt. Ein weißblauer Turnierstab, wie ihn die Ritter einst bei ihren Turnieren zu benutzen pflegten, wurde von den Schützen der ersten Mannschaft, namentlich Horst Tischner, Wolfgang Zellmer, Daniel Schmuderer, Karin Braun und Franziska Preischl zum Turnierplatz getragen. Mit in der Prozession befand sich nun auch ein liebevoll gestaltetes Adlernest in luftiger Höhe, mit einem majestätischen Vogel, der eifersüchtig über ein riesiges Ei wachte. Die Anlage war auf einem Zugwagerl montiert, das nun vor dem Gasthaus Rauscher geparkt wurde. Bevor das Ei seinen Inhalt enthüllte, hatten die Quasi-Ritter die Aufgabe, ein in gut vier Meter Höhe angebrachtes Kranzerl zu stechen. Während die vier an der Turnierstange blind zu Werke gehen mussten, gab Franziska Preischl die Kommandos. In Rekordzeit schaffte es das Team, den Ring aufzuspießen. Nun scharte sich die Versammlung um das Adlernest. Festmutter Maria Eichstetter, Festbraut Veronika Preischl und Schützenmeisterin Erna Leirich befreiten aus dem Riesenei einen Einhornadler – eine symbolische Untermauerung des anläßlich des Jubiläumsfestes geschmiedeten Paktes. Das Einhorn ist das Wappentier der Kolmberger Schützen, während die Willmeringer den Adler in ihrem Wappen und auch im Vereinsnamen führen. Der Schützenmeister der Bergschützen Kolmberg, Manfred Seidl, gab schließlich auch noch persönlich seine Zusage zur Übernahme der Patenschaft und sicherte den Willmeringern die vollste Unterstützung der Bergschützen zu, was die Versammelten mit großem Applaus quittierten. Anschließend luden die Gäste aus Willmering alle Beteiligten noch zu einer zünftigen Brotzeit ins Gasthaus Rauscher ein. Wieder hatten es sich die zahlreichen Ehrengäste nicht nehmen lassen, dem Ereignis beizuwohnen und wurden von Festleiter Stefan Preischl herzlich begrüßt. Schirmherr Michael Dankerl brachte es schließlich in seinem Grußwort auf den Punkt, indem er betonte, dass man mit dem Paten aus Kolmberg und den beiden Ehrenpatenvereinen aus Kammerdorf und Buschbell zum großen Schützenfest glänzend aufgestellt sei. Georg Hiegl, Bürgermeister der Gemeinde Waffenbrunn, gratulierte den beiden Vereinen zum gelungenen und kurzweiligen Patenbitten.

Wildschütz Kammerdorf

Festleiter Stefan Preischl bedankt sich offiziell bei den Kammerdorfern Schützen für die Übernahme der Ehrenpatenschaft

Nachdem Schützenmeister Werner Wache aus Kammerdorf bereits im Januar unserem Festleiter Stefan Preischl, seiner Stellvertreterin Franziska Preischl und der Schützenmeisterin Erna Leirich die Zusage gegeben hat, dass die Wildschützen Kammerdorf beim 100jährigen Gründungsfest den „Adler“-Schützen als Ehrenpatenverein zur Seite stehen, nutzte der Festleiter bei der Siegerehrung zum Sparkassen-Wanderpokalschießen in Kolmberg die Gelegenheit, sich offiziell bei den Kammerdorfern für diese Patenschaftsübernahme zu bedanken.

Festleiter Stefan Preischl erinnerte daran, dass die freundschaftlichen Beziehungen der „Adler“-Schützen zu den Wildschützen aus Kammerdorf schon Jahrzehnte zurück reichen. Die Kammerdorfer standen bereits 1973 den „Adler“-Schützen bei ihrer Fahnenweihe als Pate zur Seite.

Seit 1978 kämpfen die beiden Vereine gemeinsam freundschaftlich mit den Bergschützen aus Kolmberg, die für das anstehende Fest nach 1988 wiederholt die Patenschaft übernommen haben, und den Schlossschützen aus Waffenbrunn, um einen Pokal – früher um den Schmidt-Bank-Wanderpokal und seit drei Jahren um den Sparkassen-Wanderpokal.

Der Festleiter, Schützenmeisterin Erna Leirich und Schützenmeister Manfred Seidl vom Patenverein Fröhliche Bergschütz Kolmberg stießen gemeinsam mit Werner Wache, dem Schützenmeister des Ehrenpatenvereins, und allen anwesenden Schützenkameraden und Schützenkameradinnen auf ein gutes Gelingen des Festes an.

Kammerdorf hat der Bitte um Übernahme der Ehrenpatenschaft für das 100-jährige Gründungsfest entsprochen

Eine große Abordnung unseres Vereins war am vergangenen Wochenende nach Kammerdorf gekommen, um die „Wildschützen“ um ihren Beistand als Ehrenpatenverein zum 100-jährigen Gründungsfest mit Landkreisschützenfest vom 5. bis 8. Juli zu bitten.

Das letzte Stück des Weges legten die „Adler“-Schützen ab dem Firmengelände des Bauunternehmens Rädlinger in Marschformation zurück. Als kleine „Bestechung“ führte man ein geschmücktes „Fassl“ Rhaner-Festbier mit.

Die „Wildschützen“ aus Kammerdorf erwarteten die Willmeringer auf dem Dorfplatz. Festleiter Stefan Preischl, stellv. Festleiterin Franziska Preischl und Schützenmeisterin Erna Leirich trugen denn auch ihre Bitte um Übernahme der Ehrenpatenschaft in Versform vor.

Dem guten alten Brauch gemäß forderten die Kammerdorfer dann doch etwas mehr von den Bittstellern und ließen sie erst einmal auf dem eigens dafür vorbereiteten Kniebankerl Buße tun. Verstärkt wurde das Triumvirat noch von Festmutter Maria Eichstetter, Festbraut Veronika Preischl und natürlich dem Schirmherrn Michael Dankerl, die sich bereitwillig mit aufs Kniebankerl begaben. Als Joker durfte noch Ehrenschützenmeister Horst Tischner hinzutreten.

Nachdem der Ablauf der kommenden Aktion detailliert dargestellt wurde, durften sich die Delinquenten wieder erheben und die Aufgaben im Stehen lösen. Dazu wählte Glücksfee Evi Kolbeck mittels eines Glücksrades die jeweilige Person aus, die eine Frage rund um Kammerdorf und die Wildschützen zu lösen hatte oder – bei Nichtbeantwortung – eine kleine Aufgabe gestellt bekam.

Da die Gäste weder das Baujahr des Waidlerhauses in Kammerdorf, noch die aktuelle Einwohnerzahl Kammerdorfs, den Namen des ersten Schützenmeisters der „Wildschützen“ oder einiges andere wussten, wurden lustige kleine Schikanen gefordert, wie einen Enterltanz der Festmutter mit den anwesenden Kindern incl. eine Runde Gummibärchen, eine Runde Biermarkerl fürs Fest vom Schirmherrn, die leicht anrüchige Forderung, vom Knie der Festmutter zu schnupfen für den Joker Horst Tischner, souverän aus dem Bierhörndl zu trinken von Franziska Preischl und sich im Laufe des Abends zu jeder vollen Stunde aufs „Adlernest“ zu setzen und dabei die „Schützenliesl“ zu intonieren von Erna Leirich. Festleiter Stefan Preischl musste als Pfand für die verlorene Aufgabe jede volle Stunde ankrähen, was er zusammen mit Festbraut Veronika Preischl und Festdame Karin Braun als assistierende Hennen im Verlauf des Abends – trotz arg angegriffener Stimmbänder – auch getreulich erfüllte.

Lediglich Festbraut Veronika Preischl konnte dank guter Ohren ihre Frage nach dem Namen des Vereinswirtes mit beantworten und brauchte denn auch keine weitere Aufgabe lösen. Angesichts der Temperaturen um den Gefrierpunkt waren die beiden Stamperl Schnaps, die das Glücksrad mit eingebaut hatte, durchaus willkommen.

Nachdem die Aufgaben erfüllt worden waren, gab der Schützenmeister der „Wildschützen“ endlich das ersehnte „Ja“ zur großen Aufgabe. Der Festleiter der „Adler“-Schützen bedankte sich herzlich für die Zusage, aber auch für die liebevolle Vorbereitung des gelungenen Abends und explizit bei den Schützendamen für die äußerst gastfreundliche Bewirtung. Stellvertretend für alle Damen überreichte er einen Blumenstrauß an die Gattin des Schützenmeisters, Daniela Wache.

Schirmherr Michael Dankerl, drückte in seinem Grußwort seinen Dank an die Kammerdorfer für deren Zusage aus und versprach, nicht nur sein Versprechen von der vorausgehenden Aufgabe einzulösen, sondern alles in seinen Kräften stehende dazu beizutragen, um das Fest für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen großen Erfolg zu machen.

Nun endlich durfte das inzwischen doch recht angefrorene Publikum ins warme Wirtshaus hinüberwechseln, wo Getränke, Würstl mit Sauerkraut und von den Kammerdorfer Schützendamen gebackener Kuchen auf die Mitglieder beider Vereine warteten. Unter musikalischer Untermalung der stimmungsvoll aufspielenden Kapelle „Akkoblech“ verbrachten beide Vereine einen gemütlichen Abend miteinander.

St. Sebastianus Buschbell

 

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